Archive for the ‘good wife’ Tag

Upfronts 2012: Das Herbstprogramm bei CBS

Da gab es im Vorfeld so viel Gerede davon, dass CBS im Zeichen des aktuellen Comedy-Booms seine Stärken noch weiter ausspielen wird und am Donnerstag auf zwei Stunden Sitcoms ausbauen, und dann kommt es doch anders als man denkt. Insgesamt hat CBS ähnlich wie FOX einen recht konservativen Programmplan für den Herbst präsentiert, mit wenigen Änderungen und ebenso wenigen neuen Shows. Wer ein solch stabiles Programm hat, braucht eben auch nicht viel daran zu ändern, um weiter auf der Erfolgsspur zu bleiben. Bevor es in die Details zu den Wochentagen geht, hier noch einmal den Überblick über Absetzungen und Verlängerungen:

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Einschub: Der Erfolg von Showtime und der Status Quo bei „Good Wife“

Auch auf die Gefahr hin, dass man es von mir schon nicht mehr lesen kann, ich muss doch hier noch einmal auf mein elendiges Lieblingsthema zurück kommen: In diesem ansonsten sehr aufschlussreichen und informativen Profil über den aktuellen Zustand des Permium-Cable-Senders Showtime bin ich doch mit argem Unbehangen über einen Absatz gestolpert:

Nevins‘ strategy — which one agent describes as „more masculine, more entertaining, more adrenaline“ than his predecessor’s — comes as Showtime’s subscriber numbers are reaching new heights.

Call it the Nevins-ization of Showtime. In place of half-hours centered on damaged 40-something women, in the network’s pipeline is a broader variety of adrenaline-charged ensembles — darker, edgier and more culturally relevant — designed to appeal as much to males as they do females. His goal: more sports, more documentaries, more laugh-out-loud comedy and more widely appealing drama.

Auch wenn ich mit dem allgemeinen Tenor des Artikels übereinstimme (und besonders der zu HBO gezogene Vergleich interessante Bezüge aufzeigt, nämlich das bei Showtime mehr ein überzeugendes Konzept als ein großer Name im Vordergrund stehen), bringen mich solche Aussagen dennoch zur Verzweiflung. Zumal das immer wieder zu Rate gezogene Beispiel „Homeland“ ja gerade von dem starken Fokus auf eine weibliche Protagonistin profitiert. Und ich mit vielen der Showtime-Serien der alten Schule, sei es „Weeds“, „Nurse Jackie“ oder „The Big C“ („Taras Welten“ war da für mich doch eher eine Ausnahme) nicht wirklich etwas anfangen kann, weil auf mich diese Frauen-Antihelden wirken, als würden sie einfach in männliche Verhaltensmuster gesteckt, sozusagen einfach als weibliche Tony Sopranos, Don Drapers usw. (zumal ich bei diesen Serien auch oft das Gefühl habe, die Zuschauerschaft ist ebenfalls eher männlich als weiblich). Aber es ist schon frustrierend zu lesen, dass das Mittel zum Erfolg einfach ist das gewohnte Konzept des adrenaline charged ensembles, dark and edgy wie wir es von HBO, AMC und FX kennen, wiederholt wird. Die Qualität gerade von „Homeland“, aber auch von „Shameless“ und die Themen, die dort eine Rolle spielen, spricht für mich zwar eine andere Sprache, aber es ist einfach traurig wieder einmal zu wissen, dass Frauenthemen fernab der kulturellen Relevanz angesiedelt werden.

Um meine Laune danach etwas aufzuheitern, hab ich mich dann an diesem Zwiegespräch über die aktuelle Staffel von „Good Wife“ gütlich getan. Wer meine wöchtenlichen Reviews verfolgt, weiß sicher ungefähr wo meine Meinungen dau liegen, allerdings kann ich mich vielen Punkten die dort aufgeführt werden gut anschließen. Sei es den gewissen inhaltlichen Übergangscharakter der Staffel, Alicias privaten Konflikten, dem herausragenden Charakter Cary, der Status der übergreifenden Handlungsstränge und auch den visuellen Finessen.

Einschub, Teil 2: Staffel 4 für „Good Wife“ und Hoffnungsschimmer für „Community“

Es ist wohl heute einer dieser Tage, an dem mich eine gute Nachricht nach der anderen von produktiven Dingen (wie „Luck“ schauen) abhalten. Deshalb schnell noch ein kurzer News-Rundumschlag:

  • CBS gibt eine Verlängerungen bekannt, von denen natürlich „Good Wife“ die ist, die mich hier am meisten interessiert. Ich hatte zwar nicht wirklich ernsthafte Zweifel an der Zukunft der Serie, aber es ist immer gut Gewissheit zu haben.
  • „Community“ wird sicher noch eine Weile in der Schwebe hängen, wenn es darum geht ob man das vierte Studienjahr in Greendale besuchen kann (und halbwegs gute Quoten am Donnerstag würden definitiv nicht schaden), aber ein Deal über die Syndacationrechte mit Comedy Central, wie er heute bekannt gegeben wurde, ist schonmal ein wichtiger Baustein für eine finanziell zu rechtfertigende Zukunft. Geld aus einem Syndicationdeal bedeutet gesicherte Einnahmen für Sony und bietet hoffentlich etwas Verhandlungsspielraum mit NBC.
  • Sehr genial, aber sehr spoilerig für Serienneulinge von „Game of Thrones“. In dem Fall also bitte nicht klicken.

Wo sind all die Damen hin? Wo sind sie geblieben? Eine Suche nach weiblichen High Quality Serien

Es passiert viel zu selten, aber manchmal gibt es diese Momente, in denen einem ein Gedanke durch den Kopf geht, der sich im Handumdrehen vervielfältigt, um sich greift und eine ganze Kette von Ideen und Erkenntnissen erzeugt. Bei mir passiert dies aufgrund meiner Vorlieben wenn dann meist während dem Schauen einer Serie und so ist mir beim Schauen der 4. Episode von „Luck“ das sprichwörtliche Licht aufgegangen. Ein Gedanke oder man kann es auch These nennen, setzte sich in meinem Kopf fest, hat mich fast die ganze Nacht geistig auf Trab gehalten und nun nutze ich meinen liebgewonnen Blog, um die Welt daran teilhaben zu lassen.

In der auslösenden Szene beobachtet der Zuschauer die unerfahrene Rosie (Kerry Condon), die als Jockey die Chance erhält in einem wichtigen Rennen ihr geliebtes Pferd zu reiten. Sie bekommt die Kabine für weibliche Jockeys gezeigt und wie es scheint, ist diese lange Zeit ungenutzt geblieben, ist mehr oder weniger nur eine Abstellkammer, weil sie viel zu selten gebraucht wird. Als Rosie den Moment in sich aufnimmt, voller Freude und Enthusiasmus über die sich ihr bietende Chance, war ich wie vor den Kopf gestoßen, denn mir ist noch mehr als zuvor aufgefallen, dass „Luck“ eine reine Männerwelt betrachtet. Neben Rosie gibt es lediglich eine weitere Frau im Hauptcast und die Haupthandlung dreht sich ausschließlich um die Männer der Rennbahn. Und der Gedanke der mich nicht wieder losließ ist der, dass dies nicht der Fehler von „Luck“ ist, sondern ein weiteres Symptomdarstellt, wie normal dies in der Welt dieser sogenannten high quality Serien ist. Und um dem gleich vorwegzugreifen, meine Kritik bezieht sich hier auch nicht speziell auf „Luck“, welches eine ganz spezifische Geschichte aus einem sehr kleinen, klar nach außen abgegrenzten Milieu erzählt, welches eben hauptsächlich von Männern bevölkert wird. Aber denkt man einmal darüber nach, wird es wirklich schwer ein hochprofiliertes Drama zu finden, was auf eine Frau zugeschnitten wurde. Weiterlesen

Einschub: Sexposition, Homeland und Good Wife

Einen guten Wochenstart an meine treuen Leser schicke ich in die Weiten des Internets und trotz eines halbfertigen Posts zum Status der bisher gelaufenen 4. Staffel von „Parks and Recreation“ gibt es wohl auch heute von meiner Seite leider nur eine Linksammlung. Sowohl „Deadwood“ als auch das versprochene „Luck“-Fazit müssen noch etwas auf sich warten lassen, denn eine kleine Kinderkrankheitenepidemie die in unserer beschaulichen Kleinstadt die diversen Einrichtungen heimsucht, hat auch unseren Haushalt getroffen und fordert nun ihre Aufmerksamkeit in Form von Brettspielen, Ausmalbildern, Ketten basteln und eben nicht im englischsprachige Seriengucken. Um die Lücke aber etwas zu überbrücken, hier mal wieder ein paar Links zur Information und Unterhaltung:

  • Irgendwie ist es noch ewig hin, aber es schadet natürlich nicht sich schonmal den 30. September als Termin für die Rückkehr von „Homeland“ vorzumerken.
  • Die zweite Staffel von „Game of Thrones“ wirft ihre Schatten vorraus und neben gefühlt täglich neuen Trailern gibt es natürlich auch einiges dazu in der schriftlichen Presse: Ein Roundtable setzt sich mit den Erwartungen und Befürchtungen auseinander, eine Runde die vorallem durch ihre fachkundige Besetzung besticht. Darüber hinaus widmet sich der Guardian dem schönen Thema Sexposition.
  • Und für alle, die die neusten Episode von „Good Wife“ schon gesehen haben (und falls dies nicht der Fall ist, dann bitte ab Seite 2 erst einsteigen) empfiehlt sich dieses Interview mit den beiden Kings

Good Wife: Another Ham Sandwich

In dieser Woche ist die aktuelle Review zu „Good Wife“ leider etwas spät dran, aber natürlich besser spät als nie: „Another Ham Sandwich„. Dafür bleibt die Serie aber weiterhin auf ihrem unheimlich hohen Niveau und macht Woche für Woche einfach nur großen Spaß. Zumal ich nach den Ereignissen hier wirklich gespannt bin, wie es nun weiter geht.

Wie hat euch diese letzte Ausgabe von „Good Wife“ gefallen?

Meine Top-Serien-Episoden des Jahres 2011

Ich weiß, die übliche Zeit für Jahresrückblicke ist schon etwas vorbei, aber angeregt durch die gestrige Behandlung der 50 besten Episoden aus der Sicht von The Futon Critic, habe ich mir nun einmal die Mühe gemacht, meine Top-Episoden des letzten Jahres zusammenzustellen. Dabei konnte ich mich nicht ganz auf lediglich 10 beschränken, da es doch einige herausragende Beispiele gab, die unbedingt eine Erwähnung wert sind. Und es befinden sich einige Serien in der Liste, die es vielleicht nicht in meine Top-10 der besten Shows geschafft hätten, aber gerade was Einzelepisoden angeht einiges zu bieten haben und deshalb die Erwähnung auf jeden Fall wert sind. Und von der Zusammenstellung meiner Liste erhoffe ich mir natürlich ganz viele Listen aus eurer Sicht dann in den Kommentaren. Weiterlesen

Good Wife „Bitcom For Dummies“

Weiter geht es mit der sich weiterhin auf hohem Niveau befindlichen 3. Staffel von „Good Wife“ und der Review zu „Bitcom For DummiesWeiterlesen

Good Wife „Alienation of Affection“

Die Review zu „Alienation of Affection„, der 12. Episode der 3. Staffel von „Good Wife“ ist gestern noch bei myFanbase online gegangen. Und wie man aus dem Text sicher schön herauslesen kann, war ich wirklich begeistert. Weiterlesen