Archive for the ‘TCA’ Tag

Einschub: 2 Broke Girls, TV’s Great Women ua.

Der gestrige Tag hat trotz einiger TCA-Panels nicht wirklich viel an handfesten News gebracht, zumindest nicht in dn TV-Bereichen die für mich von Interesse sind. Dafür kam es gestern zu einem ordentlichen Eklat bei den TCAs, als Michael Patrick King gemeinsam mit seinen beiden Hauptdarstellerinnen Kat Dennings und Beth Behrs für „2 Broke Girls“ vor die Kritiker trat und aufgrund einer Mischung aus Steilvorlagen aus der Serie und seiner eigenen Ignoranz in der Luft zerrissen wurde. Ich selbst habe an der Serie eigentlich kein Interesse, nach den ersten beiden Folgen hat mich der faule und offensive Humor so genervt, dass ich auch trotz der beiden wirklich charmanten Hauptdarstellerinnen keine Lust hatte, dem ganzen weiter meine Aufmerksamkeit zu schenken. Aber ich habe weiterhin den spannenden Versuch von Todd VanDerWerff beim A.V. Club verfolgt, die Serie wöchentlich zu reviewen und auf ihrem Weg durch die erste Staffel zu begleiten. Und die Enttäuschung und Resignation gerade von Todd VanDerWerff nach diesem Panel war mit das beeindruckendste, was dieses hervorgebracht hat. Besonders faszinierend war dabei aber wieder einmal die Möglichkeiten, die einem Twitter ermöglicht bei solchen Ereignissen, wenn nicht live, dann doch aber zeitgleich am Geschehen dran zu sein. Mein Twitterfeed übte innerhalb dieser 30 Minuten eine unheimliche Faszination aus und es war wirklich Unterhaltung pur, dem Ganzen auf diese Art und Weise folgen zu können. (Hier gibt es eine Zusammenstellung der wichtigsten Tweets). In der Zwischenzeit haben  nun auch fast alle Beteiligten ihr Resümee der Ereignisse zu Papier gebracht, Sepinwall hat eher den chronologischen Ablauf zu bieten, während sich das Fazit von Todd VanDerWerff noch mehr mit der Bedeutung und der Auswirkung dessen, wie er von nun an die Serie betrachtet beschäftigt. Wer ein Gefühl davon bekommen möchte, was gestern dort ablief und sollte sich beide Texte nicht entgehen lassen.

 

Um eine positivere Note anzuschlagen, möchte ich wie angekündigt hier noch auf die beiden Artikel zum Thema „TV’s Great Women“ verlinken: Teil 1 über Britta Perry und Teil 2 über Cordelia Chase. Und ein weiterer, sehr interessanter Post aus der Feder von Cory Barker auf dessen TV Surveillance Blog (alle haben bessere Namen als ich, nurmal so am Rande): Love to hate, hate to love: On contemporary comedy’s reliance on bickering. Er beginnt seine These mit Beispielen aus „Modern Family“ (denen ich mich besonders in Bezug auf Cam und Mitch anschließen kann, zumindest bis zu dem Zeitpunkt als ich die Serie noch aktiv verfolgt habe), wird dann aber allgemeiner und wirft einige interessante Fragen auf. Ich selbst kann bei meinem Sehverhalten dort nicht ganz so einen klaren Trend erkennen, einerseits liebe ich die positive Weltanschauung und das ansteckende Feel-Good-Feeling von „Parks and Recreation“, andererseits amüsiere ich mich köstlich über die Dinge, die sich die Kollegen von ISIS in „Archer“ oder die Gang in „It’s Always Sunny in Philadelphia“ gegenseitig antun. Es würde mich wirklich interessieren, wie meine Leser dazu stehen.

 

Und zu guter Letzt noch einen Link auf das nette und sympathische Profil von Matt Zoller Seitz, der gerade zum New York Magazine gewechelt ist und dort bald als neuer TV-Kritiker schreiben wird. Zoller Seitz gehört zu den Kritikern, mit denen ich meinungstechnisch nicht immer auf einer Wellenlänge liege, der aber immer interessant und aufschlussreich schreibt und immer wieder interessante Denkansätze liefert.

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Einschub: TCA, FOX, ABC Family

Die wirklich wahren Erkenntnisse bei der TCA lassen weiterhin auf sich warten. Das FOX-Panel gestern hat eigentlich nur soviel an Information gebracht, wie man vorher auch bereits wußte. Weder zu „House“, zu „Fringe“ oder auch zu „Terra Nova“ sind irgendwelche Entscheidungen gefallen, obwohl alle drei Serien, wenn sie denn enden sollten, dies möglichst bald wissen müssten. Wahrscheinlich kommt aber zuerst die Entscheidung bezüglich „Terra Novas“, denn dort soll man ja schließlich bald wieder anfangen mit drehen. Mir soll es eigentlich egal sein, wobei ich mir die Cancelation ein klein wenig wünsche, nur um diese blödsinnige Aussage widerlegt zu sehen: „Dinosaurier gehen immer“. Bei „House“ und bei „Fringe“ wäre es aber schon wünschenswert, dass wenn das Ende kommt, dann wenigstens mit etwas Vorlaufzeit, so dass ein jeweiliges Serienende herbeigeschrieben werden kann.

Weitere Erkenntnisse des FOX-Tages waren u.a., dass Tim Kring („Heroes“) und sein Star Kiefer Sutherland mit „Touch“ eine eher seltsame Weltanschauung an den Tag legen wollen. Autistische Kinder sind im TV durchaus in Mode, aber warum man einen Hauptcharakter und dessen autistische Eigenschaften zu einem wichtigen Storymechanismus machen will, aber diese Problematik von Vorneherein nicht konfrontieren möchte, bleibt mir ein Rätsel.

Im thematisch verwandten Bereich bewegt sich „Switched at Birth“, welches heute die erste Session aus dem Hause ABC Family abgehalten hat. Die Serie hat sich im Sommer durchaus einige ernstzunehmende Fans erobert und das auch, weil Sean Beardy ein absolutes Talent ist. Offensichtlich hat er dies heute auch den eher für Zynismus bekannten Kritikern demonstriert. Und schön zu hören, dass dieses Gefühl der Neuentdeckung einer ganz eigenen Kultur offensichtlich zur DNA der Serie gehört.

Und dann gab es gestern noch ein Comedyserien-Panel von FOX-Serien, dabei waren „New Girl“, „Raising Hope“ und „Breaking In“. Was zunächst als erneute Kapitulation vor dem für manche unwiderstehlichen Charme der Zooey Dechanel geplant war, endete dann wohl doch eher im Sinne der beiden älteren und erfahreneren Comedy-Damen Martha Plimpton und Megan Mullaly. An wirklichen News gibt es zu vermelden, dass „Raising Hope“ eine Occupy-Episode plant.

Und für alle Listenfans wie mich gibt es zum Ende noch den ersten Eintrag in der jährlichen Top 50 Episode of 2011 Liste von Futon Critic.

 

Morgan folgt dann ABC bei der TCA und für heute noch schlechte Nachrichten für „The Firm“ und NBC.