Archive for the ‘Girls’ Tag

Einschub: David Simon, Justified und Archer

Ich hänge mit meinen Linkempfehlungen heillos hinterher, meine Bookmark-Liste quillt langsam über und ich habe die dumme Angewohnheit, wenn ich irgendwo im Rückstand bin, es dann eher noch weiter vor mir her zu schieben als es endlich einmal abzuarbeiten. Aber wenn heute in der Twittersphäre bekannt wird, dass David Simon (man erinnert sich sicher noch an die letztens von ihm losgetretene Kontroverse)höchstpersönlich einen eigenen Blog eröffnet hat, dann muss man die Gelegenheit beim Schopfe packen und endlich mal wieder ein paar Leseempfehlungen in die Welt hinaus schicken.

  • Dabei gehört sich natürlich auch, als erstes auf The Audacity of Despair zu verweisen, und wenn ich solch klug geschriebene Worte lese, dann entsteht immer mehr das Bedürfnis, mich in Zukunft ausführlich mit seinem Lebenswerk, sowohl in geschriebener als auch gedrehter Form zu beschäftigen.
  • Der AV Club hat zur Zeit einen genialen Walkthrough nach dem anderen zu bieten, letzte Woche war „Justified“ mit Graham Yost an der Reihe (in dem auch einige meiner Kritikpunkte zur Sprache kommen, sowie manche Sichtweise von mir auf gewisse Aspekte der Serie auch erweitert wurden), in dieser Woche gibt sich Adam Reed über „Archer“ die Ehre (und erinnert mich schamvoll daran, dass ich immer noch drei Episoden dieser so großartigen Staffel nachzuholen habe). Zum Thema „Justified“ ist mir auch noch eine sehr interessante Analyse einer der Charaktere begegnet (via Remotely Interesting).
  • HBO hat als Sender seine Kandidaten fürs diesjährige Rennen um die Emmys festgelegt (via GoldDerby).
  • Für Fans von gutem Online-TV-Kritiken, gibt es hier die Gelegenheit an einer spezifischen Umfrage zum Thema teilzunehmen.
  • Mo Ryan über die himmelschreiende Ungerechtigkeit hinter der ganzen Rassismusdebatte rund um „Girls“ und was dabei viel zu oft vergessen wird,
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Girls „Vagina Panic“

Nach dem Piloten von „Girls“ war ich zwar angetan von der Serie, aber all die Lobeshymnen der Kritiker konnte ich dennoch nicht so ganz nachvollziehen. Aber nach der zweiten Episode muss ich sagen, ich komme langsam dorthin und fand diese wirklich ausgesprochen toll. Mir hat der viel lockerere Stil, mit relativ wenig Handlung, mehr einem zusammenhängenden Abschnitt Zeit sehr zugesagt, ich fand die Dialoge alle zu gleichen Teilen zum Lachen und zum Fremdschämen (aber auf eine gute Art und Weise) und besonders Hannahs völlig abstruser Gedankengang bei ihrer Untersuchung hat es mir wirklich angetan. Weiterlesen

Girls „Pilot“

Manchmal ist es schon ein Fluch, wenn man wie ich ständig im Netz unterwegs ist und manchem Vorabhype in gewissen Kreisen einfach nicht entgehen kann. So war die neue HBO-Comedy-Serie „Girls“ bei Twitter und an diversen Stellen in den Tagen vor und auch nach der Premiere so allgegenwärtig, dass man bereits vor dem Schauen ein klein wenig die Nase voll davon hatte. Gepaart mit übergroßen Erwartungen ist es mittlerweile gar nicht so einfach, zu seinen eigenen Gedanken dazu durchzudringen. Ich werde aber dennoch mein Bestes geben, denn die Show an sich hat es wirklich verdient, ihr diese Aufmerksamkeit zu schenken. Weiterlesen

Einschub: ein paar Links zum Wocheneinstand plus Gedanken zu „Awake“

Die letzten Tage waren in Sachen TV und Schreiben darüber von einigen nachgeholten Reviews geprägt, sowohl „Mad Men“, als auch die letzten beiden Episoden von „Community“ sind mittlerweile bei myFanbase online gegangen („Pillows and Blankets“ und „Origins of Vampire Mythology„), nun feht noch meine Einschätzung zur neuen Staffel von „Game of Thrones“ und ich bin auf dem Gebiet wieder halbwegs auf aktuellem Stand. In der Zwischenzeit sind aber mal wieder einige interessante Links angefallen:

  • Ein weiteres nettes Interview mit Alison Brie & Gillian Jacobs
  • Serienjunkies erklärt, was ein Paketdeal ist. Das lässt die wirklich interessanten Fragen, welche Pakete mit welchen Serien inbegriffen momentan wo liegen zwar weiterhin offen, ist aber dennoch eine gute grundlegende Erklärung der Sachlage.
  • Das Metacritics-Ergebnis für „Girls“ ist abgefahren für eine 1. Staffel (Besonders in Anbetracht der sonst vorhandenen Abwertung bei so „seichten“ Themen). Ich kann es wirklich kaum noch erwarten, endlich in den Piloten reinzuschauen.
  • Ebenso wie „Veep“, auf das Alyssa Rosenberg noch einmal so richtig Appetit macht.
  • Der sich selbst in den schwanz beißende Hund, diesmal mit dem Thema Kritiker reden über Kritiker die Kritiker kritisieren dreht sich weiter im Kreis: Beiträge von Noel Murray und Matt Zoller Seitz. Den ultimativen Beitrag dazu hat aber Linda Holmes bei Twitter getätigt .
  • Beim Stöbern durch die Weiten Welten des WWW bin ich auf diese nette deutsche Seite zum Thema britische Sitcoms gestoßen, (noch) nicht ganz mein Spezialgebiet, aber faszinierend zu lesen.
  • Diese Analyse von Mo Ryan zum Thema Frauen als Drehbuchautoren ist ursprünglich bereits ca. ein Jahr alt, trifft die Sache aber immer noch sehr genau. Falls man es also noch nicht gelesen hat, kann man das bei Gelegenheit ja mal nacholen.
  • Die Sonntagskolumne bei DWDL war auch in dieser Woche wieder sehr lesenwert.
  • Die „Awake“-Episode, in der Charkley Koontz aka Fat Neil wurde in der letzten Woche ausgestrahlt (und über die er hier im Interview auch kurz erzählt) und ich will die Gelegenheit kurz nutzen, um mich zum Stand der Serie äußern, denn gerade hierbei sind mir einige Gedanken durch den Kopf geschossen. Nachdem ich die Folge davor, die mit dem Pinguin in der Irrenanastalt vorbehaltlos mochte, war man jetzt wieder etwas iin problematischeren Gefielden zurück. Dabei strauchelt man weiterhin bei den Kriminalfällen. Durch die Teilung der Aufmerksamkeit auf zwei Fälle, in den jeweiligen Realitäten geraten dabei doch einige wichtige Dinge zu kurz. Es gibt nicht genügend Zeit um potenttielle Verdächtige zu etablieren, hier war man eigentlich aufgrund der beteiligten Personen von Anfang an der richtigen Spur. Man konnte für mich mit der sehr emotionalen und durchaus auch originellen Geständnisszene in der roten Realität einige Punkte gut machen, dafür hat mir die Verhörszene des kleinen Mädchens in der grünen Welt doch irgendwie bitter aufgestoßen. Das war zu sehr aus der Krimifibel und hält keiner näheren Betrachtung stand. „Awake“ ist dann am stärksten, wenn es zwar normale Crime-Elemte zu Grunde legt, diesen aber einen besonderen Dreh verpasst. Wenn nicht, merkt man zu sehr dass dieses Genre nicht die Stärke der Autoren ist.

Einschub: Startdaten für Game of Thrones und andere HBO-Shows

Dieser Einschub wird von der besonders kurzen Sorte, aber die Nachricht, dass HBO kurz vor seinem Panel bei den TCAs den Starttermin für „Game of Thrones“ am 1. April offiziell gemacht hat, war mir dann doch einen eigenen Post wert. Neben der heißersehnten 2. Staffel des Fantays-Epos‘ (die wie schon Staffel wieder aus 10 Folgen bestehen wird) gibt es nun auch Termine für einige neue Serien, die bei HBO in den nächsten Monaten an den Start gehen werden:

  • Am vielversprechendsten klingt aus meiner Sicht auf jeden Fall „Girls“, von dem einige meiner Lieblingskritiker bereits interessantes berichten konnten und welches sicher ein spannendes Projekt wird. Judd Apatow (hier als Produzent) ist seit langem wieder einmal im TV tätig, Lena Dunham (Drehbuch, Hauptrolle, Regie) die die eigentliche treibende kreative Kraft ist, ist mir bisher noch gar kein Begriff, aber ich bin immer ein Anhänger von Projekten mit einer starken eigenen Handschrift. Los geht es hier am 15. April 2012.
  • Außerdem geht eine weitere Comedy-Serie namens „Veep“ mit Julia Louis-Dreyfus („Seinfeld“) und Anna Chlumsky („My Girl“) am 22. April an den Start.
  • Dazu kommen die Startdaen für „Lifes to Short“ am 19. Februar , ebenso wie die 3. Staffel von „Eastbound & Down“.