Diskussion: The L.A. Complex Staffel 2

Hier findet man die laufende Diskussion zur 2. Staffel von „The L.A. Complex“ in den Kommentaren.

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4 comments so far

  1. tvaddictfromgermany on

    Stand bis #2.04
    Bisher zeichnen sich bei mir zwei Storylines ab, die mit großem Abstand meine Favoriten zum rest bilden.
    1.) Raquel und Connor
    Besonders ihr Konflikt und die Konsequenzen von Connors Arrangement mit Jennifer Bell finde ich momentan unheimlich interessant und ansprechend. Auch wie sehr low key man Raquels Schwangerschaft hält (das Baby hat sie in #2.03 verloren, oder), wie man Raquels Probleme im Schauspielgeschäft einbindet (und dabei immer mit den Erwartungen des Zuschauers spielt und die doch irgendwie meistens untergräbt und so überraschend bleibt, finde ich wirklich großartig. Und wenn man dann glaubt, es kommt zur peinlichen Szene bei der Filmpremiere, dann schmeißt man mal noch einen tragischen Autounfall rein. Hatte ich nicht kommen sehen und bin enorm gespannt, wie es dort weitergeht. Und es ist auch mal wieder eiin perfektes Beispiel für eine Beziehung, in der man beide Seiten absolutut verstehen kann, auch wenn sie sich beide immer wieder wehtun. Und Jewel Staite ist sowieso ganz groß.
    2.) Kaldrick
    Dafür, dass er in der 1. Staffel immer nur das Gegenüber von Tariq war, kommt er ja jetzt so richtig, richtig in den Fokus. Toll, bin immer wieder überrascht wie viel man da rausholt und wie ehrlich und emotional das wirkt. Ganz stark war da für mich die #2.03, aber auch hier die SL mit seinem Vater war wieder einmal unheimlich interessant. Aber ist Tariq nun wirklich für immer weg? Bei Alicia glaube ich ja nicht mehr an eine Rückkehr, aber bei Tariq ja doch noch irgendwie.

    Die anderen stehen hinter diesen beiden für mich doch enorm zurück, was aber nicht heißt dass es mich nervt oder irgendwas. Abby und Nick als Paar fand ich zwar eher mäh, aber ich finds ja irgendwie schon interessant, wie man Nick als den Sympathieträger in diesem Writers Room präsentiert, obwohl Sabrina trotz all ihrer Intrigen gegen ihn, dennoch die kompetentere wäre. Wenn Nick jetzt den Job bekommt, weil er eben diesen Boys-Club knacken kann, ohne dass er wirklich etwas dazu beigetragen hat, dann traue ich ja L.A. Complex durchaus zu, dieses Thema dann auch zu thematisieren. Bin gespannt was da rauskommt und indem man Nick erstmal von Abby wegbekommt, funktioniert es für mich vorerst auch wieder besser.
    Abby selbst landet jetzt also in einen Threesome. Hatte ich so ja nun auch nicht kommen sehen, was aber wohl an meiner mangelnden Fanatsie liegt.😉 Haut mich nun nicht vom Hocker, ist aber tausendmal besser als das Eifersuchtsdrama, was ich befürchtet hat.
    Seth und Simon sind für mich bisher OK, mit dem üblichen Wendepunkt in den SLs. wie sie zur Serie gehören, reißt mich aber noch nicht zu 100% mit.

  2. moo talaei (@mootalaei) on

    Mensch, wie langweilig. Da sind wir uns eigentlich echt mal wieder in jedem Punkt einig.😉 Bin auch von Raquel und Connor am meisten angetan, finde ihre Dynamik unglaublich toll, obwohl sie mir als Pärchen (im Gegensatz zu Kal/Tariq, bei denen ich ja schon ein wenig zum Shipper neigte) eigentlich völlig schnuppe sind. Ist halt echt mal eine Beziehung, bei der die Charaktere und ihre individuellen Probleme/Fehler im Mittelpunkt stehen und nicht die Beziehung selbst. Fand’s anfangs noch etwas seltsam, dass Connors Abwärtsspirale so schnell von der PR-Scheinfreundin-Storyline abgelöst wurde (hätte ja so nen Absturz in Scientology-Kreise auch wahnsinnig interessant gefunden), aber die Art und Weise wie man’s in #2.05 geschafft hat, whatsherface auf einmal sehr viel mehr Profil zu geben und Connor vor ihren Augen wieder in alte Gewohnheiten zurückfallen zu lassen, war schon echt gut. Die schlagen halt echt immer scheinbar die klassischen Soap-Wege ein, bei denen man versucht ist, genervt mit den Augen zu rollen, machen daraus dann aber – wie du auch sagst – doch wieder was ganz Eigenes und Überraschendes. In jeder anderen Mittzwanziger-Serie wäre Raquels Autounfall wahrscheinlich einfach nur DIE Gelegenheit für Drama und die große, vor Kitsch nur so triefende Versöhnung, hier geht’s aber vielmehr um die beruflichen Folgen von sowas und das eben gleich auf einer Ebene, die der bitteren Realität sehr viel näher kommt als den gängigen Klischees. Hatte ja zuerst auch gedacht, dass sie durch die ganze Sache womöglich in den Schlagzeilen landet und dadurch plötzlich wieder ganz viele neue Angebote ans Land zieht, aber die Nummer mit der Reality-Show-Serie ist da natürlich deutlich interessanter, wenn auch deprimierender. Mag das ohnehin ungemein, dass die Serie nicht nur nicht vor düsteren Themen zurückschreckt, sondern in diesen Storylines dann auch konsequent auf Humor allein des Comic Reliefs willen verzichtet.

    Kaldricks Storyline schien mir in letzter Zeit manchmal etwas arg ziellos vor sich hin zu mäandern, aber im Endeffekt spiegelt das eigentlich ja auch genau seine Situation wieder, von daher passt das wieder. Er lässt sich ja im Grunde auch bloß völlig hilf- und ratlos vom Leben bzw. den Leuten um ihn herum treiben und schafft es einfach (noch?) nicht, diese lähmende Angst um seinen Ruf zu überwinden. Nach wie vor ein wahnsinnig spannendes Thema und der Schauspieler (zu faul zum Namen googeln) macht sich auch ohne seine bessere Hälfte verdammt gut. Insbesondere aus den Szenen, in der Kal allein ist, wo man also den „echten“ Kal sieht, holt der Kerl echt unheimlich viel raus, find ich. Über Tariqs potentielle Rückkehr hatte ich mal ein Interview gelesen, will dich da aber nicht verspoilern.

    Nick hat seine Hoch und Tiefs, wobei #2.05 wohl die erste Folge war, bei der er mich kein einziges Mal genervt hat. Weiß da aber im Allgemeinen noch nicht so recht, was ich von der Storyline halten soll. Da könnte auf jeden Fall noch viel passieren. Dafür find ich die Threesome-Geschichte mit Abby total dämlich. Hätte es echt viel interessanter gefunden, wenn man bei der Storyline eher in die Richtung gegangen wäre, wie man als Schauspieler damit umgeht, wenn man sich mit dem Material, das man bekommt, (jetzt mal milde ausgedrückt:) einfach üüüüberhaupt nicht identifizieren kann. Ist aber allgemein einfach unheimlich schade, dass man bei so nem interessanten Thema und herrlichen Cast-within-the-cast (wie perfekt ist denn bitte Alan Thicke für die Rolle?!) letztlich auf so hirnrissiges 08/15-Zeug zurückgreift. Ganz ehrlich? Da wär mir ein Eifersuchtsdrama fast noch lieber gewesen wäre, wobei ich mir (leider) durchaus vorstellen könnte, dass das noch kommen wird. Zumal Abby ja nun auch entgegen ihres Versprechens whathisname (Motelbesitzer) von der Beziehung zwischen den beiden anderen erzählt hat und das durch ihn womöglich bald publik werden könnte. Würde mich freuen, wenn sie mich hier (wie an anderer Stelle schon so oft) völlig überraschen würden, aber momentan ist das Vertrauen in die Macher da leider echt noch nicht genug ausgeprägt…

    Die ganze Simon-Geschichte find ich aus der Child-actor-Perspektive prinzipiell wiederum unheimlich interessant, wobei der Obdachlosen-Background meines Erachtens nicht wirklich hätte sein müssen. Und Beths Aktion mit dem verheirateten Fremden in #2.05 fand ich auch eher daneben. Aber gut, sie hatte es offenbar wirklich dringend nötig… Frag mich jetzt bloß, ob sie nun 18 oder 22 ist. Oder vielleicht irgendwo in-between. Kann mir nämlich bei beiden Typen vorstellen, dass sie sich bewusst jünger bzw. älter gemacht hat. Beim einen, weil sie ihm ein schlechtes Gewissen machen wollte, beim anderen, weil er sonst nicht mit ihr ins Bett gegangen wäre. Bin auch mal gespannt, was diese Science-Audition eigentlich sollte. Ob das einfach nur die kuriosen Hollywood-Bräuche widerspiegeln sollte oder ob’s da noch ein interessantes Nachspiel geben wird.

  3. moo talaei (@mootalaei) on

    Ach, die Serie ist einfach toll.

    1. Die Story mit Connor und seinen beiden „Ersatzeltern“? Priceless! Hätte man am Ende jetzt nicht unbedingt explizit thematisieren müssen, weil schon beim Spieleabend in der Folge davor bzw. spätestens bei der herrlichen Szene, als er die beiden im Bett erwischt, total gut rüberkam, dass er hier in dieser so familiären Atmosphäre endlich die Geborgenheit fühlt, die er als Kind wohl nie erlebt hat, insgesamt war die ganze Geschichte aber trotzdem unheimlich großartig. Da machte es auch rein gar nichts, dass die großen Pointen am Ende (dass ausgerechnet er den vermissten Simon findet und dass die Frau, die ihn verfolgt, seine Schwester ist) etwas vorhersehbar (und letzteres natürlich sehr soapig) waren, weil thematisch einfach so eindeutig darauf hingearbeitet wurde. Schön vor allem, dass ihm die positive Energie, die ihm die „Familie“ eingeflößt hat, nicht gleich wieder abhanden kommt, sondern er vielmehr die Nähe anderer sucht und auch findet, anstatt sich wieder selbst weh zu tun. Schön auch die herrlich unspektakuläre „Versöhnung“ mit Raquel. Ohne große Worte, nur eine SMS, ein Blick und beide verstehen sich.

    2. Wie bitter war denn bitte Raquels Auftitt in der Halfway-House-Reality-Show? Ebenfalls sehr feine Storyline, die so im Nachhinein echt gelungen eingeleitet wurde und die garantiert noch ihr Nachspiel haben wird. Die Rückkehr von Aaron Abrams war da eigentlich echt bloß noch die sprichwörtliche cherry on the cake.

    3. Kal! Mit neuem Kerl! Der ihm mal klar ins Gesicht sagt, dass er echt ein massives Problem hat und nicht ewig so weiterleben kann. Der ihm zeigt, wie einfach Schwulsein eigentlich sein kann, wenn man sich selbst akzeptiert wie man ist und kein Image erfüllen muss. Und der ihn dann auch noch vor die Tür setzt, weil er das damit verbundene Freiheitsgefühl nicht aufgeben, sich nicht verstecken und mit der psychischen Last anderer auch nicht mehr herumschlagen will. Na, wenn Kal das mal nicht imponiert! Ich rieche eine kleine Reunion mit Tariq. Jedenfalls hoffe ich, dass er sich die Worte des Anwalts (Name entfallen) zu Herzen nimmt und wenigstens mit ihm reinen Tisch macht bzw. sich offen ausspricht. Wobei man natürlich bezweifeln darf, dass der sich darauf einlassen wird…

    4. Nick nervt nicht, die dritte Folge in Folge! Fand das ganze Hin und Her mit Sabrina anfang der Staffel ja ziemlich anstrengend, aber nachdem sie sich zusammengerauft und Waffenstillstand vereinbart hatten bzw. seit aus dem offen augetragenen Konkurrenzkampf zumindest ein ausgeglichenes Spiel mit Regeln wurde, gefielen mir die beiden eigentlich sehr gut. Besonders toll, dass man in der letzten Folge auch mal Sabrinas Seite und ihre Motivation/Frustration hinter dem Ganzen näher beleuchtet hat, und dass sie am Ende dann (wie es wohl leider auch in der Realität oft sein wird) doch Recht behielt und den Job verloren hat, weil sie als einzige Frau in dieser Männerdomäne einfach nichts ausrichten kann. Dass Nick sich der Ungerechtigkeit durchaus bewusst ist und den Job sogar aus Solidarität hinschmeißen will, spricht eindeutig für ihn, dass Sabrina ihn letztlich doch davon abhält, dafür, dass sie offenbar tatsächlich Gefühle für ihn übrig hat.

    5. Simon & Beth: Hier war’s wirklich mal nötig, dass man auf die Beziehung der beiden zueinander näher eingegangen ist, weil man sie viel zu lange nur als Team und nicht als eigene Charaktere porträtiert hat. Nicht meine liebste Storyline, aber immer noch tausend Mal besser als…

    6. die schnarchige Abby. Kann man ihr nicht endlich mal ne anständige Storyline geben?

    Noch fünf(?) Folgen. Bin gespannt, was da noch so alles kommt. Mit der tollen Pizzadinner-Schlussszene draußen am Pool kam ja fast schon ein wenig Finalstimmung auf…

  4. tvaddictfromgermany on

    Bei mir setzt bei LAC gerade leider so ein klein wenig die ersten Abnutzungserscheinungen ein. Irgendwie stört es mich gerade doch, dass es egal bei welchem Charakter immer gleich von einer SL in die nächste übergeht und dabei das Vorherige dann fast schon komplett vergessen ist. Ausnahmen sind mal wieder Kal und Raquel, bei denen man wesentlich mehr den Eindruck hat, dass alles aufeinander aufbaut und es nicht so ein wilder Wechsel ist. Wobei mir bei Raquel gerade mit dem Kreditkarten-Fraud auch so langsam das erste Augenrollen aufgetreten ist. Jewel Staite rettet das zwar immer noch, aber dennoch sind es erste Warnzeichen für mich, dass man sich gerade etwas totläuft.

    Richtig nervend finde ich es bei Abby (welch Überraschung, sie ist ja aber auch die nervigste von allen), vor allem weil eine neue SL für Abby halt auch immer bedeutet, dass ein neuer Mann ins Spiel kommt. Da stört mich das doch schon sehr, dass es bei ihr eben von Folge zu Folge immer um Männergeschichten geht, sie direkt nach dem Threesome-Debakel einem neuen Kerl in die Arme läuft in den sie sofort Hals über Kopf verknallt ist. Andererseits konnte Abby mich seit langem mal wieder fesseln, als sie mit Kaldrick zusammen war und es um Tariq ging. Auch Tariqs kurze Rückkehr war natürlich wie nicht anders zu erwarten genial, da hat man auch wieder sofort diese Hammerchemie zwischen den beiden gemerkt. Ich hoffe nun aber auch darauf, dass über den Anwalt wieder mal dieser Fokus des Schwulseins ohne den Selbsthass á la Kaldrick ensteht, das war ja gerade das faszinierende in der ersten Staffel, dass man mit Tariq und Kal diese beiden totalen Extreme zu dem Thema hatte. Grundsätzlich bleibt aber Kal immer ein Highlight, liegt aber sicher auch daran, dass Andra Fuller neben Jewel Staite einfach der beste im Cast ist.

    Über Nick kann ich ja auch sagen, dass er mich seit er eben nicht mehr mit Abby agiert viel, viel weniger nervt, die SL rund um den Boysclub im Writersroom fand ich natürlich ganz große Klasse, aber auch hier stört es mich etwas, dass man jetzt dieses Drama mit Sabrinas Eltern einbauen musste. Erstens ist diese SL viel zu sehr Klischee und Nick hat mich da mit seiner Naivität auch mal wieder tierisch genervt. Und es stört mich auch, dass die Sache mit dem Writersroom eben auch so schnell abgehakt wurde, ganz genauso wie Abbys Christen-Soap.

    Dagegen finde ich ja Connors Sekten-Geschichte unheimlich genial und krass. Gefällt mir momentan auf jeden Fall am allerbesten, auch weil bei ihm dieser krasse Wechsel zwischen den SLs deshalb nicht so stört, weil die SLs sich so unheimlich unterscheiden und auf verschiedene Themen abzielen, dennoch aber absolut typisch für ihn sind und auf seinen enormen Selbstzweifeln aufbauen. Da funktioniert das krasse Tempo doch richtig gut.

    Simon und Beth haben sich für mich aber immer noch nicht aus dem neutralen Territorium (sprich, ich würd sie nicht vermissen, wenn sie nicht da wären) rausgelöst. Sie nerven mich nicht so wie manche Abby-SL, aber sie plätschern einfach auch nach dem ganzen Daddy-Drama (was ja mal Soap-Klischees 101 war) immer noch so vor sich hin.

    Raquel bin ich gerade etwas ambivalent eingestellt, die Geschichte in dem Celebrity-House war wirklich gut, auch weil man da so schön die vielen Facetten von ihr sehen konnte. Auch die Folgegeschichte, dass sie sich jetzt als Barkeeperin versucht finde ich ja per se gar nicht mal schlecht, aber irgendwie wiederholt es sich bei ihr für mich langsam zu sehr, sie reitet sich einfach von Aktion zu Aktion immer tiefer in die Scheiße rein…

    Generell bin ich aber doch sehr gespannt auf das Staffelfinale dann nächste Woche, und natürlich ob es irgendwann weitergeht. Weiß du, ob es denn wenigstens in Kanada halbwegs läuft?


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