Einschub: „Community“ in Germany, Drama um Derbys und lots of Ladys

Wieder ist eine Woche vergangen, in der ich nicht viel zum Schreiben gekommen bin, aber es gab doch einige Themen, die ich hier auch mit etwas Verspätung noch ansprechen will.

  • Zum einen hat „Community“ es endlich zu einem Ausstrahlungstermin auch in Deutschland geschafft, womit ich persönlich ja nun nicht mehr wirklich gerechnet hätte. Es wird samstagmittags bei ProSieben laufen und an den diversen Stellen kommen wieder die gewohnten Reaktionen (bei einem so schlechten Sendeplatz kann man es gleich lassen, die Synchro ist bestimmt furchtbar usw.). Ich selbst muss sagen, dass ich mit dieser Entscheidung von ProSieben zufrieden bin. Man kann wohl kaum erwarten, mit einer Serie die selbst in den USA fast nur ein Nischenpublikum erreicht, hier wirklich große Quotensprünge zu machen, von daher habe ich für „Community“ nie eine Ausstrahlung in der Prime Time erwartet (wo auch?). Es ist also eine durchaus realistische Einschätzung vom Sender, die man hier tätigt. So sehe die Folgen wenigstens auch hier das Licht der Welt, sie findet vielleicht eine kleine Zuschauerschaft und vor allem, gibt es so eine Chance auf die DVDs (nicht das die schon im Original in meinem DVD-Regal stehen würden). Und was die Snychro angeht, auch wenn es sicher wieder die gleichen Stimmen wie bei den meisten anderen Serien sein werden, ich find es durchaus cool zu wissen, dass die Sprecher auch richtige Fans sind.
  • Im Zeitalter von Twitter kommt man sich mit solchen Links zwar immer etwas spät dran vor, aber dennoch will ich doch diesen großartigen Essay aus der Berliner Zeitung zum Thema deutsches Fernsehen niemandem vorenthalten. Vor allem dieser Abschnitt spricht mir voll aus der Seele.

Wer auf das Fernsehen pfeift, schaltet ein, wer es mag, bringt es nicht über sich, die Kiste anzumachen. „Menschen, die besonders gerne Fernsehen gucken, gucken kein Fernsehen mehr“, schrieb der Medienjournalist Stefan Niggemeier zur Einführung von ZDFneo in der FAZ. „Die Generation unter 30 und die höheren Bildungsschichten haben sich vom Fernsehen als Medium weitestgehend verabschiedet“, so Bickermann. (…)

Wie immer, wenn das Gemeinwesen versagt, leiden die Armen und Ungebildeten am meisten darunter. Sind die öffentlichen Schulen schlecht, schicken die wohlhabenden Bildungsbürger ihre Kinder auf private Gymnasien, ist das öffentlich-rechtliche Fernsehen schlecht, kaufen sie DVDs mit amerikanischem Kulturgut. Schichten werden so zementiert. Eine ganze Generation ist dabei, sich vom Fernsehen abzuwenden und schaut: Fernsehen.

  • Ich weiß, die ganze Sache ist von Anfang an eigentlich eine alberne Idee, und es absolut nicht wert sich im Detail darüber aufzuregen, aber der Verlauf des großen Drama-Derbys bei Vulture hat mir dich einige Kopfschüttler in Bezug auf mein Lieblingsthema bereitet. Nicht nur waren von Beginn an wenig weiblich angeführte Shows enthalten, der unweigerliche Weg hin zu den Final 4 (falls noch jemand Zweifel hat, bestehend aus „The Sopranos“, „Breaking Bad“, „The Wire“ und „Mad Men“) war doch gekennzeichnet von einigen besorgniserregenden Argumenten. Besonders die Entscheidung zwischen „Buffy“ vs. „Mad Men“ war für mich  fast nicht zu ertragen in ihren Begründungen. „Mad Men“ ist das bessere Drama, weil es einen coolen Blick auf die Maskulinität wirft und „Buffy“ ist dem unterlegen, weil es eben nur um die Rolle einer jungen Frau geht. Bullshit! Müsste ich mich hier mit vorgehaltener Waffe für die bessere Serie entscheiden, stände bei mir wohl auch „Mad Men“ auf der Gewinnerseite, aber bei der Begründung von Stephen Karam konnte ich nur mit dem Kopf schütteln. Genau dieses Denken ist es, was mich maßlos aufregt. Momentan bin ich bei diesem Thema wohl auch etwas überempfindlich, so dass ich wohl all die Männerdramen noch etwas weiter auf die lange Bank schiebe und sicher erstmal meine Aufmerksamkeit „Treme“ widmen werde.
  • Apropos, bald gesellen sich zu den „Good Wife“-Ladys die Damen aus der Madison Avenue, die aufregenden Mädchen von Westeros und ich hoffe dass auch die Girls und die Second Lady ihre Erwartungen erfüllen können. Es ist also hoffentlich bald Schluss mit meinem Gejammer zu dem Thema.
  • Und zu guter Letzt: John Ratzenberger ist genauso cool wie sein Alter Ego Cliff.

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